Ziele für Achim
In der nächsten Legislaturperiode des Stadtrats in Achim möchte ich mich hauptsächlich darum kümmern, dass die junge Stimme in Achim nicht zu kurz kommt, dieses aber immer im Dialog mit den Älteren – auch an Achim geht der demographische Wandel nicht vorbei. Darum möchte ich für generationsgerechte Politik eintreten. Generationsgerechtigkeit fängt für mich mit Konfrontation an. Und wo können sich Jung und Alt besser begegnen als in der Innenstadt.
Die Innenstadt braucht Leuchtturmprojekte wie die Erweiterung der Bücherei am derzeitigem Standort und ein Konzept für erweiterbare Gastronomie.
Um das Leben in der Innenstadt attraktiver zu machen, strebe ich eine gute Zusammenarbeit mit der City Initiative Achim und den Innenstadt-Gastronomen und Kaufleuten an, um Stadtfeste und ähnliche Veranstaltungen auch attraktiver für junge Menschen zu bekommen. Hierzu zählt auch die Innenstadtgestaltung zusammen mit dem Baumplatz, der Herbergsstraße und dem Alten Markt. Hierzu zählt für mich auch die Nutzung von sozialen Netzwerken (vor allem Facebook), um hauptsächlich junge Leute auf Veranstaltungen hinzuweisen. Die Stadt braucht einen offiziellen Facebook-Auftritt.
Achim muss sich für mich als Speckgürtel von Bremen sehen. Da Wohnraum in Bremen immer knapper, unattraktiver und teurer wird, brauchen wir bessere Wohnraum-Konzepte für Studenten, Auszubildende und Berufseinsteiger, um sie nach Achim zu bekommen und auch hier zu halten. Hierfür sehe ich das Lieken-Gelände als hervorragend an. Das Lieken-Gelände muss sich entwickeln zu einem Gebiet aus Einzelhandel (vorzugsweise Outlets) gepaart mit günstigem Wohnraum für die oben genannte Zielgruppe. Das wichtigste Detail dieses Konzepts ist, dass Achim besser an das öffentliche Verkehrsnetz von Bremen angeschlossen wird. Für junge Leute müssen Züge von Bremen über Achim nach Verden über alle Unterwegsbahnhöfe auch zwischen 00:05 Uhr und 4:19 Uhr fahren und das nicht nur am Wochenende. Ebenfalls möchte ich versuchen, dass das Konzept des Bürgerbusses so erweitert wird, dass dieses es vorsieht auch Hin- und Rückfahren zum Capitol nach Oyten oder zur Bremer Partymeile anzubieten.
Achim hat ein Filet-Stück für Europa zu vergeben: Das Gewerbegebiet Achim-West direkt am Bremer Kreuz. Dieses Gebiet muss erschlossen werden, um nicht nur Arbeitsplätze zu schaffen, sondern auch Ausbildungsplätze und Stellen für duale Studiengänge. Mit dem Autobahn-Anschluss Achim-West werden wir ebenfalls eine verbesserte Verkehrssituation erreichen, nicht nur für Bierden oder Uphusen. Sollte dieses Gewerbegebiet erschlossen werden, müssen wir aber gleichzeitig daran denken auch die Verkehrssituation an der Kreuzung „Vogelsiedlung – Embsener Landstraße – Am Freibad“ zu entschärfen. Hier ist für mich ein großes Gefahrenpotenzial für alle Verkehrsteilnehmer gegeben, besonders für Fahrradfahrer und Fußgänger. Ob Vollampel oder Kreisel, die derzeitige Verkehrssituation ist viel zu gefährlich und nicht mehr zeitgemäß . Hier muss dringend was geändert werden.
Damit die Achimer Wirtschaft auch weiterhin gute Auszubildende in der eigenen Stadt findet, werde ich weiterhin für das gegliederte Schulsystem in Achim stehen. Unsere Gymnasien sind hervorragend ausgestattet und die Real- und Hauptschule hat einen wunderbaren Ruf in der Wirtschaft und den weiterführenden Schulen. Sollten Schülerzahlen in den nächsten Jahren aber zurückgehen, müssen wir das Oberschul-Konzept verfolgen. Darum finde ich das gut, dass die Achimer CDU das Konzept der Oberschule zunächst ablehnt, weil wir bisher noch genug Schüler haben. Mit der Einführung der Oberschule in Thedinghausen und Langwedel sowie die Einführung der Einheitsschule in Oyten (IGS) könnte es aber sein, dass Achim in den nächsten Jahren doch weniger Schüler als prognostiziert haben könnte. Hierzu zählt für mich auch der Bestandsschutz aller derzeitigen Grundschulen in Achim.
Der Atomausstieg ist beschlossen, auch Achim muss seiner Verantwortung gerecht werden und erneuerbare Energien beziehen. Achim muss hier über den Tellerrand schauen und dem Beispiel der Bürgerwindmühle in Luttum folgen. Städtische Anlagen und Häuser müssen energiesparend ausgestattet und energetisch saniert werden, sofern noch nicht geschehen. Achim muss es versuchen teilweise seinen Strom selber zu produzieren, wie durch eigene Sonnenenergieanlagen. Auch die Vermietung von großen Dachflächen für die Errichtung von Solaranlagen muss geprüft werden.